Pete Postlethwaite – Geboren am 07.02.1946 in Warrington, England, gestorben am 02.01.2011 in Shrewsburry, England

 

Peter William  Postlethwaite war das vierte und jüngste Kind einer römisch-katholischen Arbeiterfamilie. Er rauchte seitdem er  10 Jahre alt war und bekam 1990 Hodenkrebs. Nach dieser Diagnose entfernte man ihm einen Hoden. Er unterrichtete an einer Klosterschule u.a. auch Drama. Später spielte er dann selbst Theater. Oft wurde er auf die Rolle von Iren besetzt, obgleich er keiner ist, und auch keine Vorfahren in dieser Richtung hatte.

Obwohl er katholische Priester werden sollte, lies ihn das Theater nicht los. So fing er in den 70ern an eben dort zu spielen. Zeitweise hatte er eine Liebelei dort mit der englischen Schauspielerin Julie Waters (HARRY POTTER, BILLY ELLIOT).

 

2004 wurde er geadelt durch die Queen. Er wurde Officer of the Order of the British Empire.

 

Bekannt wurde er vor allen in den 90ern. Hier als erster wirklich großer Film wirkte er in ALIEN  3 (1992)  mit. Es folgten Rollen in IM NAMEN DES VATERS (1993, für den er eine Oscarnominierung bekam), als undurchsichtiger Anwalt in DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN (1995) und in Steven Spielbergs Fortsetzung LOST WORLD (1997).

Spielberg betitelte ihn danach als „besten Schauspieler der Welt“.

 

Aufgrund seines Krebsleidens trat er nicht mehr häufig in Filmen auf. Er war auch politisch aktiv. So marschierte er als Protest gegen den Irak-Krieg 2003 mit auf einer Kundgebung in London oder er setzte sich gegen den Klimawandel ein. 2009 erkrankte er an Bauchspeicheldrüsenkrebs, welchen er 2011 erlag.

 

Er wird immer der stille im Hintergrund sein. So wie Kobayashi in DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN. Aber ich sehe ihn immer wieder gern. Und jeder Film kann sich geehrt fühlen, wenn er dort mitwirkte.