Lance Henriksen – Geboren am 05.05.1940 in New York City

 

Henriksen (dessen Name es schon erahnen lässt), hat zur Hälfte norwegische Wurzeln (sein Vater). Nachdem er drei Jahre in der Navy diente verschlug es ihn zum Theater. Und wie so häufig klingelte irgendwann der Filmagent an. Nach kleinen Rollen, die teilweise sehr unbedeutend waren, wie z. Bsp. in HUNDSTAGE (dort hielt er Al Pacino als Polizist die Knarre an den Kopf) oder in Spielberg UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART (1977, dort irgendwo im Hintergrund) kamen Ende der 70er die ersten kleinen Rollen in B-Filmen.

 

Bei PIRANHA II – FLIEGENDE KILLER traf er dann zum ersten Mal James Cameron. Dies sollte Folgen haben für ihn. Der Schauspieler, der bis zu seinen 30 Lebensjahre nicht Lesen konnte (erst das Lesen von Drehbüchern lehrte es ihn), wurde engagiert den TERMINATOR (1984) zu spielen. Ja, richtig. Arnies Rolle war ihm zugedacht. Aber es kam bekanntermaßen alles anders. Letzten Endes spielte er in den Klassiker einen Polizisten (er sollte übrigens dieselbe Rolle auch in TERMINATOR 3  spielen, was sich aber in Luft auflöste).

 

So war er mitten in den 80ern, die seine Hochzeit einläutete, die bis fast Ende der 90er anhielt.

„Bishop“, der Android in ALIENS (1986) war seine erste große Rolle, die ihn bekannt gemacht hatte (und es war auch das erste Mal wo ich ihn wahr nahm, denn „Aliens“ ist bis heute einer meiner Lieblingsfilme). Das erste Mal spielte er eine großangelegte sympathische Rolle. Dann kam ROBOCOP (1987). Ja auch hier liest ihr richtig. Er sollte auch diesen spielen. Aber das Kostüm passte ihn nicht und so wurde es Peter Weller. Im Grunde war Henriksen der wahre TERMINATOR und ROBOCOP…naja fast. „Near Dark“ war eine weitere genrefilm, der ihn bekannt machte. Nach unzähligen weiteren Auftritten in B-Filmen bekam er Mitte der 90er Jahre die Chance.

 

Die Hauptrolle in der Mysteryserie MILLENIUM, die in drei Jahre in Folge eine Golden Globenominierung einbrachte. Die Serie, die so schlecht nicht wahr, war sein TV-Durchbruch. Aber gebracht hatte sie ihn leider nichts. Dennoch, spielte er in vielen Klassikern mit und jeder Regisseur kann sich geadelt fühlen, wenn er zu einen Film zusagt. Er füllt die Leinwand mit einer stoisch-beunruhigenden Präsenz aus. Und sein Gesicht ist unverkennbar. Ich hatte mal das große Glück mich mit ihn für längere Zeit bei einem Kaffee und einer Zigarette zu unterhalten bei einer Convention. Kein 30-Sekundengespräch bei einem Photoshoot. Nein richtig lang und ausgiebig. Und er ist ein wunderbar sympathischer, gesprächsbereiter Mensch, der keine Allüren hat. Ich freue mich jedes Mal ihn in einen Film zu entdecken. Wer sich mehr für ihn interressiert, der sollte seine Homepage besuchen:

 

www.notbadforahuman.com

 

 

Dies ist gleichzeitig auch der Titel seiner Autobiografie, die es leider noch nicht in Deutsch gibt.