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In den 1950er Jahren soll eine Expedition der US-Navy eine Warmwasserzone in der Antarktis untersuchen.  Jahre zuvor war dorthin bereits eine Expedition gestartet unter Leitung von Dr. Carl Hunter (Harry Brandon). Aber man hörte nie wieder etwas von ihr. Vier Teilnehmer machen sich auf die Suche: Commander Harold Roberts (Jock Mahoney), der Pilot Jack Carmen (William Reynolds), der Mechaniker Steve Miller (Phil Harvey) und die Journalistin Magie Hathaway (Shirley Patterson). Auf ihren Weg dorthin mit dem Helikopter kommen sie in eine Gewitterfront und werden von einem Urzeitwesen vom Himmel geholt. Sie landen Bruch in einen Tal voller Monster und Pappkulissen.

 

Das ursprüngliche Konzept des Films sah anders aus. Das Budget sollte größer sein, er sollte in Farbe gedreht werden, mehr Besetzung innehaben und als Regisseur stand Jack Arnold (TARANTULA, 1954) zur Verfügung.  Arnold arbeitete bereits am Gesamtkonzept und produzierte schon vor. Bis das Studio (Universal) entschied, das Budget zu kürzen, den Film in S/W zu drehen und die Besetzung drastisch zu reduzieren. Und so wurde aus einem angedachten A-Film, ein B-Film. Und das merkt man den Film dann auch leider an.

Was nicht heißen will dass er schlecht ist, wenn man auf Nostalgie steht und wenn es einem egal ist wie die Tricks aussehen. Der Hintergrund ist schon ansehnlich gemalt, der Miniaturkopter ist auch als solches zu erkennen, die Ausstattung ist gelinde gesagt überschaubar. Die ersten 10-15 Minuten ist viel Archivmaterial der US-Navy zu sehen. Man muss ja auch den Anschein der Professionalität bewahren. Was auch teilweise gelingt. Schließlich entdeckten tatsächlich Forscher 1947 eine Wärmequelle in der Antarktis.

 

Die Monster sind allesamt dem Charme noch handgemachter SFX verfallen. Der Tyrannosaurus Rex wird seinen Namen nicht gerecht. Ein „Man-in-Suit“-Monster die selbst die Augsburger Puppenkiste besser hinbekommt. Der Plesiosaurier ist alles andere als furchteinflößend.

 

Highlights íst ein Kampf mit echten Waranen und eine Art Tentakel-Pflanze die gern Menschenfleisch möchte. Alles ehr putzig und drollig. Ohne Frage. Also wenn man auf Monsternostalgie steht, ist man hier genau richtig.

Die Macher sind durchaus nicht unbegabt. Regisseur Virgil William Vogel (der Jack Arnold ersetzte) drehte hauptsächlich für TV-Serie wie BIG VALLEY, DIE STRAßEN VON SAN FRANSISCO oder FBI. Der Film war sein dritter überhaupt.  Schauspieler William Reynolds blieb die große Karriere erspart. Er dümpelte dann im TV herum. Die einzige Frau in der Runde, Shirley Patterson,  drehte nur bis 1959 (also zwei Jahre später).  Zuvor war sie in Filmen wie BATMAN UND ROBIN (1943) oder PLANET DES GRAUENS (1956) zu sehen.

 

Hinter der Kamera waren allerdings durchaus Profis am Werk. Die Musik komponierte u.a. Henry Mancini (4-facher Oscargewinner und 12-fach Nominierter) und Hans J. Salter (6-fach Oscarnominierter). Für die Maske war Bud Westmore zuständig. Wie bereits für SPARTACUS (1960) oder JAHR 2022…DIE ÜBERLEBEN WOLLEN (1973).

 

Alles in allem: Nostalgische Monsterunterhaltung ohne Tiefgang. Bleib noch zu sagen, dass Bild und Ton auf der BD von Anolis sehr gut transformiert wurde. Zwar kaum Extras, aber das brauch es auch diesmal nicht.