Kenneth Strickfaden – Geboren am 23.05.1896 in Anaconda, Montana, USA ; gestorben am 29.02.1984 in Inglewood, Kalifornien, USA

 

Kenneth Strickfaden ist aus der Filmwelt nicht mehr wegzudenken, obgleich er (wie viele andere auch) eher im Hintergrund agiert hat. Strickfaden war ein Elektriker, Ausstatter und SFX-Experte bezüglich elektrischer Installationen.

 

Strickfaden arbeitete in seinen frühen Jahren in Vergnügungsparks. Er nahm als Soldat am ersten Weltkrieg teil, fuhr im Jahre 1919 mit einen Model T von Ford quer durch die USA oder verbrachte seine Zeit beim Auto- oder Bootsrennen. Auch konstruierte er bereits historische Flugzeuge und reiste durch die USA und Kanada um Vorträge über Wissenschaft zu geben. Strickfaden war von Elektronik und Mechanik begeistert.

 

Bereits zur Stummfilmzeit erschuf er elektrische Anlagen und zeigte hier bereits welch Wirkung er später haben sollte. 1931 kam dann sein großer Durchbruch. In FRANKENSTEIN kreierte er sämtliche elektrische Effekte. So ist das Labor von Frankenstein seine Schöpfung (in einigen Szenen doubelte er auch Boris Karloff, da die Szenen zu gefährlich waren. Strickfaden selbst bekam während des Drehs auch einen immensen Stromschlag, den er aber überlebte).

Nach FRANKENSTEIN war er auch u.a. an den Filmen THE LOST CITRY (1935), FRNAKNESTEINS BRAUT (1935), THE SHADOW (1940) oder DIE MASKE DES FU-MANCHU (1935) verantwortlich. In FRANKENSTEIN  bekam er in den Kredits keine Nennung. Das folgte dann 1974 bei FRANKENBSTEIN JR. Hier durfte er seine komplette Laboraussatttung von FRANKENSTEIN wiederauferstehen lassen.

 

Was aber ist denn nun Strickfadens Verdienst?  Strickfaden konnte, wie kein zweiter zu dieser Zeit, elektrische Anlagen bauen, die einerseits  fantastisch aussahen und andererseits auch praktisch funktionierten. Zwar wurde immer mit Hochstrom gearbeitet, aber Strickfaden benutzte die Prinzipien der Elektronik und verband diese mit seinem Können für die Unterhaltungsindustrie. Er erschuf Maschinen, die elektrische Ströme leiten und kontrollieren konnten in seinen eigenen Studio. Er war unabhängig und die Produzenten rannten ihn die Tür ein, wenn man etwas Funktionierendes benötigte. Heute gibt es viele Möglichkeiten mit Elektrizität zu „spielen“. Früher war das eben nicht so. Und die Kunst ist es, diese Elektrizität zu kontrollieren. Und das konnte Strickfaden. Einer der Apparate, die Strickfaden entwarf, war ein Millionen-Volt-Generator. Dieses Gerät konnte u.a. riesige, blaue  Funken entstehen lassen die bis zu zwei Meter in die Luft ragen konnten.

 

Kurz: Kenneth Strickfaden war ein Pionier der Elektrik (nicht nur in Filmen). Ohne ihn wären viele praktische Effekte nicht entstanden, da er Geräte entwickelte, die die Filmwelt beeinflussten.