Art Cruickshack – Geboren am 17.12.1918 in Massachusetts, USA – Gestorben am 22.05.1983 in Los Angeles, Kalifornien, USA

 

 

 

Art Cruickshack war spezialisiert auf fotografische Effekte. Im Februar 1939 fing er als Kameramann für Cartoons bei Disney an., Nachdem das Studio von der Hyperion Avenue in Los Angeles nach Burbank zog fing er dort an, sich mit den Plänen der multiplen Kameraarbeit zu beschäftigen. In dieser Funktion arbeitete er an den Klassikern PINOCCHIO (1940), FANTASIA (1940) oder BAMBI (1942) mit. Er arbeitete dann speziell an den optischen Druck, dem Einfügen von spezieller Fotografie und den auf einer Drehbühne wandernden Matte Paintings (hier besonders die von Ub Iwerks). Obwohl er für Disneys 20.000 MEILEN UNTER DEM MEER (1954) mit dem optischen Drucker arbeitete, bekam er dafür keine Namensnennung.

 

1964 wechselte er zu  der SFX-Abteilung von 20th Century Fox und arbeitete für sieben Jahre an jedem Film mit, der SFX benötigte. So war er an den Filmen DIE FANTASTISCHE REISE (1966, für diesen Film gewann er den Oscar für die besten SFX), PLANET DER AFFEN (1968) oder TORA! TORA! TORA (1970) beteiligt.

 

1971 ging er wieder zurück zu Disney und war an DAS SCHWARZE LOCH (1979) mit involviert, welches ihm eine weitere Oscarnominierung einbrachte. 

 

Einer seiner Effekte soll hier ein wenig beleuchtet werden.  Für THE ISLAND AT THE TOP OF THE  WORLD (1974) gab es das Luftschiff HYPERION, welches ein Modell von 1,80 Meter Länge und einem Umfang von etwa 45 cm hatte.  Es hing an Drähten am Kran und explodierte in den Flammen. Cruickshack dazu: "Als wir begannen, das Ding zurückzuziehen, löste es sich von seinen Drähten und fiel direkt vor die Kamera. Ein Teil der Flammen ging auf die Kamera über, aber der Bediener und alle anderen, die an diesem Dreh beteiligt waren, waren mit einer Asbest-Schutzhülle bedeckt, so dass sie vom Kamerakopf abprallte. Der Assistent, der die Kamera und die Griffe des Dollys bediente, hatte sie glücklicherweise geräumt, so dass sie, obwohl sie in Gefahr waren, nicht verbrannt wurden. Bei diesen Drähten handelte es sich um normale Klavierdrähte aus Stahl. Wahrscheinlich haben sie sich da gelöst, wo sie mit dem Luftschiff verbunden waren. Jedenfalls löste sich das HYPERION während des Fotografierens. Die Kamera rollte und alles ist im fertigen Film zu sehen. Das Kamerateam befand sich zwischen 30  -60 cm von den Flammen entfernt, aber wenn die Aufnahme die breite Leinwand in Flammen hüllt, fühlt sich das Publikum näher als das. Die Figur im Film, auf die die Flammen und feurigen Trümmer herabregnen, wurden natürlich auf einem optischen Drucker hinzugefügt.