Richard C. Sarafian (28.04.1930 – 18.09.2013)

 

Richard Caspar Sarafian ist heute weniger bekannt. Für seinen letzten Film STARFIRE  benutzte er das Pseudonym Alan Smithee, da er mit dem Endschnitt unzufrieden war. Und das war 1990. Aber auch wenn Sarafian heutzutage vergessen erscheint, so schuf er dennoch mit einem Film ein Kleinod welches in der heutigen Popkultur häufiger zitiert wird: FLUCHTPUNKT SAN FRANCISCO (1971, Original: VANISHING POINT) ist ein gnadenlos, kompromissloser Film, der stylisch ist und viel beeinflusst hat.  Visuell und auditiv auf jeden Fall. Quentin Tarantino zitiert ihn ungeniert in DEATH PROOF. Clint Eastwoods Kowalski in GRAN TORINO ist eine direkte Hommage an den Hauptcharakter des Films.

 

Bands wie Guns N´Roses oder Audioslave benutzten Sprachsamples aus dem Film. Wie dem auch sei, der Film ist durchaus stilbildend gewesen für die Optik verschiedenster Genrefilme.

 

Und das kann man Sarafian hoch anrechnen. Seine weiteren Filme sind weniger bedeutsam, aber nicht minder gut. Er trat auch als Schauspieler auf in Filmen wie BOUND – GEFESSELT (1996) oder DER DIAMANTENCOP (1999). Sein  Sohn Deran Sarafian (ebenfalls Regisseur) schenkte uns übrigens solche Perlen wie MIT STÄHLERNER FAUST oder TÖDLICHE GESCHWINDIGKEIT.