Michael Cimino  - Geboren am 03.02.1939 in New York City, New York, USA, gestorben am 02.07.2016  ebenda

 

Michael Cimino ist leider das Paradebeispiel eines fallen gelassenen grandiosen Regisseurs gewesen. Er, der den Kriegsfilm DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN (1978) drehte (und dafür zwei Oscars einkassierte; Bester Film und Beste Regie), drehte danach den Film HEAVENS GATE. Und es wurde leider ein Riesenflop. Der Film, der damals knapp 5 Stunden dauerte, wurde von Kritikern und Publikum vernichtet. Er hatte immense Produktionskosten für diese Zeit (44 Millionen Dollar – da würde man heute rüber lachen) und spielte nur ein Zehntel ein. Das produzierende Studio ging pleite und wurde an MGM verkauft. Danach erholte sich Cimino nicht wirklich von diesem Film. Erst Jahrzehnte später wurde der Film gewürdigt.

 

Cimino drehte danach nur noch vereinzelt Filme, die allesamt nicht schlecht waren wie z.Bsp. IM JAHR DES DRACHEN (1985) oder DER SIZILIANER (1987). Aber an seinen Erfolg von 1978 konnte er nie wieder anknüpfen. Keiner traute ihm mehr was zu.

 

Leider, denn Cimino hatte es drauf (um es mal salopp zu formulieren). Er schrieb das Drehbuch zu DIRTY HARRY II  (1973) und LAUTLOS IM WELTALL (1972). Drehte 1974 den genialen DIE LETZTEN BEIßEN DIE HUNDE mit einen jungen Jeff Bridges und Clint Eastwood.

 

Cimino hatte seine Zeit in den 70ern. Er war einer der Neugestalter des Kinos, denn er packte Themen in seine Filme, die schmerzten. Sein Vermächtnis bleibt weiter bestehen mit seinen Filmen.