George Sluizer (25.06.1932 - 20.09.2014)

 

 

Eine Raststätte irgendwo in Frankreich. Ein Paar geht kurz auseinander. Sie kehrt nicht wieder. Er setzt alles in Bewegung um Sie zu suchen und was er findet hätte er sich nicht erträumen lassen. Wer denkt, Europäer können keine guten Thriller machen (zu mindestens zur damaligen Zeit), der hat SPURLOS VERSCHWUNDEN (1988) nie gesehen. Ein Kracher mit subtiler Spannung und einem Ende, welches selten kompromisslos ist.

 

Das war SPURLOS VERSCHWUNDEN. Ein gelungener Thriller der Spannung vom Feinsten bot.

Das US-Remake, ebenfalls von Sluizer in allen Ehren inszeniert, ist gut. Aber das Original mit seiner Kompromisslosigkeit ist unerreicht. Klein, aber fein. Sluizer war zudem Regieassistent beim Abenteuerfilm IN 80 TAGEN UM DIE WELT (1956) nach seinem Besuch bei der Pariser Filmhochschule von 1954 – 56 und kann sich  "Regisseur des letzten Films mit River Phoenix" (DARK BLOOD, 1993) nennen. Wie dem auch sei. Selten werden europäische Regisseure gewürdigt, die Thriller inszenieren können ohne abzukupfern. Sluizer war so einer.

 

Spurlos verschwunden wirst du nie sein, George.